Wohnen ist Grundvoraussetzung für Lebensqualität, Teilhabe und wirtschaftliche Stabilität. Wir wollen bezahlbaren Wohnraum sichern, Flächen effizient nutzen und Bauprozesse für Bürger und Investoren vereinfachen.
Nachverdichtung und Aufstockung erleichtern
Bestehende Flächen sollen effizient genutzt werden, bevor neue Flächen versiegelt werden. Aufstockungen und Nachverdichtung bieten Chancen für bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Stadtentwicklung.
Leerstand aktivieren
Leerstehende Gebäude sollen für Wohn- und Mischnutzungen geöffnet werden. Dies reduziert neue Flächenversiegelung und belebt die Stadt.
Innovative Wohnformen testen
Auf kommunalen Grundstücken sollen neue Wohnkonzepte erprobt werden. Dies fördert Kreativität, Vielfalt und praxisnahe Lösungen für die Stadt. Wir setzen uns für vielfältige Wohnformen ein, die unterschiedliche Bedarfe abdecken – von Mikrowohnungen über Tiny Houses bis hin zu Familienwohnungen. Für diese Wohnformen soll die Erschließung neuer spezieller Baugebiete geprüft werden.
Genehmigungsfristen und Bürokratieabbau
Anträge sollen innerhalb klar definierter Fristen entschieden werden; Bauvorschriften sind ständig zu überprüfen und müssen bei Überflüssigkeit entfallen.
Beratung & Unterstützung statt Regulierung, Akteuren einbeziehen
Bezahlbarer Wohnraum entsteht durch Zusammenarbeit von Genossenschaften, privaten Investoren und Baugruppen. Die Stadt unterstützt dabei als Ermöglicher, nicht als Dirigent.
Wir setzen auf aktive Unterstützung von Bauherren und Investoren durch Beratung, Informationsangebote und pragmatische Lösungen – statt übermäßiger Regulierung.
Denkmalschutz und Denkmalpflege
Der Erhalt zeitgeschichtlicher Zeugnisse ist Pflichtaufgabe, touristische Chance und wirtschaftlicher Faktor zugleich. Renovierbare Denkmäler sollen fachgerecht erhalten und öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Denkmalschutz wirkt derzeit zu oft als Hemmnis statt als Chance – nicht nur für private Eigentümer, sondern auch für Investoren und Bauherren. Die Vorgaben müssen stärker mit heutigen Anforderungen im Wohn-, Gewerbe- und Gastronomiebau in Einklang gebracht werden, ohne den historischen Charakter zu gefährden.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind zentrale Bausteine einer zukunftsfähigen Stadt. Wir setzen auf technologieneutrale Lösungen, wirtschaftliche Effizienz und den Erhalt städtischer Lebensqualität.
Technologieneutraler Klimaschutz
Klimaschutzmaßnahmen sollen effektiv und praktikabel sein, ohne bestimmte Technologien vorzuschreiben. Wir setzen auf Lösungen, die ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragbar sind.
Photovoltaik und Energieeffizienz fördern
Die Nutzung von Solarenergie und energieeffizienten Systemen in privaten, öffentlichen und gewerblichen Gebäuden soll aktiv unterstützt werden. Förderprogramme und Informationsangebote erleichtern die Umsetzung.
Stadtgrün sichern und ausbauen
Grünflächen erhöhen die Lebensqualität, fördern Biodiversität und verbessern das Stadtklima. Wir wollen bestehendes Stadtgrün erhalten und neue Grünflächen in der Stadtentwicklung einplanen.
Nachhaltigkeit wirtschaftlich denken
Umweltschutz muss mit wirtschaftlicher Vernunft verbunden werden. Nachhaltige Maßnahmen sollen Investitionssicherheit bieten, langfristig Kosten senken und neue Chancen für Unternehmen schaffen.
Wärmeplanung
Bis 30. Juni 2028 müssen auch Kommunen unter 100.000 Einwohnern eine Wärmeplanung abschließen. Diese muss ergebnis- und technologieoffen sein, wirtschaftlich tragbare Lösungen ermöglichen und die Entscheidungsfreiheit der Bürger wahren. Preistransparenz und freiwillige Anschlussmöglichkeiten stehen im Vordergrund. Wir fordern daher, in Amberg muss das mindestens 1 Jahr früher erfolgen, denn der lange Zeitraum bis 2028 ist für Hausbesitzer ein erhebliches Investitionshemmnis!