Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für Wohlstand, gute Arbeitsplätze und eine lebenswerte Stadt. Amberg braucht dafür keine Symbolpolitik, sondern verlässliche Rahmenbedingungen, kurze Wege und eine Stadtverwaltung, die ermöglicht statt bremst. Unser Ziel ist es, Amberg als eigenständigen, zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort zu stärken und weiterzuentwickeln.
Digitalisierung als Standortfaktor für die Wirtschaft
Digitale Prozesse sind ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Wir wollen Digitalisierung gezielt als Standortfaktor nutzen: durch schnellere digitale Genehmigungen, offene Daten, bessere Vernetzung und praxisnahe Smart-City-Ansätze. Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein, sondern muss den Unternehmen konkret nutzen.
Flexibilität und Kooperation statt Planungslast
Wir setzen auf Eigenverantwortung und unternehmerische Freiheit. Die Stadt soll Rahmenbedingungen schaffen und Kooperationen ermöglichen, statt Unternehmen durch übermäßige Vorgaben zu steuern. Amberg soll Ermöglicher sein – nicht Dirigent.
Amberg als eigenständigen Standort stärken
Amberg soll nicht nur „nah dran“ an Metropolregionen sein, sondern ein eigenständiges Profil entwickeln. Unser Ziel ist der Wandel von der Pendlerstadt hin zu einer Stadt, in der Menschen bewusst leben und arbeiten wollen – mit guter Anbindung und eigener Attraktivität.
Bürokratie abbauen und Genehmigungen beschleunigen
Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen Planungssicherheit und Tempo. Wir setzen uns für den konsequenten Abbau unnötiger Bürokratie sowie für schnellere, transparente Genehmigungsverfahren ein. Wirtschaftliche Initiative darf nicht an langen Bearbeitungszeiten scheitern.
Regelmäßiger Wirtschaftsdialog
Ein kontinuierlicher, strukturierter Austausch mit der Wirtschaft ist für uns zentral. Regelmäßige Wirtschaftsdialoge sollen konkrete Ergebnisse liefern und sicherstellen, dass Entscheidungen praxisnah und bedarfsgerecht getroffen werden.
Interkommunale Gewerbegebiete als Chance begreifen
Interkommunale Gewerbegebiete bieten die Möglichkeit, Ressourcen zu bündeln und Aufgaben sinnvoll zu verteilen. Wir sehen in der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen eine Chance für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.
Mittelstand stärken
Der Mittelstand ist das Rückgrat der Amberger Wirtschaft. Wir betrachten ihn als wichtigen Indikator für den Erfolg unserer Stadt und setzen uns daher für verlässliche, faire und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen ein, die Investitionen, Innovation und Beschäftigung ermöglichen.
Unternehmensgründungen gezielt unterstützen
Gründerinnen und Gründer sollen in Amberg gute Startbedingungen vorfinden. Wir setzen auf Netzwerke, Beratung und eine aktive Wirtschaftsförderung, die Unternehmergeist unterstützt und Innovation ermöglicht.
Fachkräfte halten und anziehen
Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft. Amberg muss attraktiv bleiben – für Beschäftigte ebenso wie für ihre Familien. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen, bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Mobilität und ein attraktives Umfeld.
Fachkräfte gewinnen – gemeinsam vor Ort
Um Fachkräfte langfristig zu sichern, setzen wir auf gemeinsame Kampagnen von Stadt, Wirtschaftsförderung und Kammern zur Stärkung der Region Amberg. Die Präsenz regionaler Unternehmen an Schulen soll ausgebaut und die Vernetzung zwischen Betrieben, Schulen und Ausbildungsstätten intensiviert werden.
Regionale Lebensqualität sichtbar machen
Standortmarketing darf sich nicht allein auf Arbeitsplätze beschränken. Wir wollen Amberg als Lebensstadt positionieren, in der Arbeit, Kultur, Freizeit, Mobilität und Wohnen zusammengehören. Gerade für junge Fachkräfte und Familien ist Lebensqualität ein entscheidender Standortfaktor.
Gewerbeflächen effizient nutzen
Neue Flächen sollen sparsam ausgewiesen werden. Vorrang haben die effiziente Nutzung bestehender Gewerbeflächen, Nachverdichtung und intelligente Flächenkonzepte, um wirtschaftliches Wachstum und Flächenschutz miteinander zu verbinden.
Hochschulstandort besser vernetzen
Die OTH Amberg-Weiden ist ein zentraler Standortfaktor. Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft weiter stärken – etwa durch gemeinsame Forschungsprojekte, Praxissemester und gezielte Berufseinstiegspartnerschaften. Programme wie MINTeGreat sollen internationale Studierende gewinnen und langfristig in der Region halten. Plattformen wie Amberg24 können dabei unterstützen.
Ein stabiler Haushalt ist Grundlage für zukunftsfähige Stadtpolitik. Wir setzen auf Effizienz, Transparenz und generationengerechtes Handeln.
Keine Wahlgeschenke, sondern nachhaltige Projekte
Investitionen sollen zukunftsfähig, sinnvoll priorisiert und wirtschaftlich geprüft sein.
Priorisieren statt überlasten: Jedes Projekt wird auf seine Wirkung und Effizienz geprüft. Wahlgeschenke und unreflektierte Ausgaben lehnen wir ab. Nur Maßnahmen mit messbarem Mehrwert für Amberg werden umgesetzt.
Innenstadt-Millionen auf Effizienz und Wirkung prüfen
Finanzmittel, die für die sogenannte „Innenstadt-Millionen“ aufgewandt werden sollen oder bereits wurden, müssen kritisch auf ihre Wirksamkeit untersucht werden, um das bestmögliche Ergebnis für Stadt und Bürger zu erzielen. Bei bereits beauftragten oder realisierten Projekten sollen tatsächlich angefallene bzw. anfallende Kosten kommuniziert werden um Abweichungen angesetzter Summen festzustellen.
Beteiligungsgesellschaften wirtschaftlich steuern
Stadtwerke, Klinikum und weitere Beteiligungen sollen effizient geführt werden. Aufsichtsräte sollen nach Kompetenz besetzt werden, nicht nach Parteiproportz. Auch externe Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft sollen einbezogen werden.
Klinikum: Landkreis stärker in Verantwortung nehmen
Die Finanzierung und Steuerung des Klinikums soll stärker zwischen Stadt und Landkreis abgestimmt werden, um Effizienz und Qualität zu sichern.
Priorisierung und Transparenz bei Investitionen
Alle Projekte werden nach Nutzen, Kosten und Dringlichkeit bewertet. Transparenz bei Planung, Umsetzung und Ergebnissen ist Pflicht. Informationen müssen transparent und barrierefrei allen Bürgen zugänglich gemacht werden.
Behutsamer Umgang mit Gewerbesteuer
Hebesätze werden verantwortungsvoll gestaltet, Schulden minimiert und die finanzielle Last gerecht über Generationen verteilt.
Konnexitätsprinzip umsetzen
Bund und Land sollen für alle Aufgabenzuweisungen einen vollständigen Finanzausgleich sicherstellen.
Transparenter Jahresabschluss
Die Ist-Zahlen des Vorjahres werden zügig veröffentlicht. Ausgabenkontrolle und kritische Prüfung sichern finanzielle Verantwortung.
Effizienz durch Digitalisierung und Prozessoptimierung
Digitale Verwaltungsprozesse, einheitliche Abläufe und zentrale Kennzahlen sparen langfristig Personal- und Verwaltungskosten. Diese Einsparungen fließen direkt in die Finanzierung weiterer Projekte zurück.