Amberg wächst durch Nutzung, nicht durch Pläne
Wir verstehen Stadtentwicklung als dynamischen Prozess. Statt langfristiger, unflexibler Masterpläne setzen wir auf schrittweise Entwicklung durch Nutzung, Erprobung und Anpassung. Was sich bewährt, soll wachsen dürfen – was nicht funktioniert, kann verändert werden.
Amberg als Studentenstadt etablieren
Die Studierenden der OTH Amberg-Weiden sind ein zentraler Zukunftsfaktor für unsere Stadt. Wir wollen Amberg gezielt als Studentenstadt weiterentwickeln, indem wir Gründer- und Innovationsprogramme für Studierende fördern und zusätzlichen, bezahlbaren Wohnraum für Studierende ermöglichen. Ziel ist es, junge Menschen nicht nur zum Studieren, sondern auch zum Bleiben zu bewegen.
Karriere- und Perspektivenangebote vor Ort stärken
Damit junge Menschen nach Ausbildung oder Studium in Amberg bleiben, braucht es klare berufliche Perspektiven. Wir setzen uns für den Ausbau regionaler Karriereangebote, Vernetzungsformate und Berufseinstiegsmöglichkeiten direkt vor Ort ein.
Junge Menschen in Stadtentwicklung einbinden
Junge Menschen sollen ihre Stadt aktiv mitgestalten können. Wir wollen ihre Perspektiven frühzeitig in Planungs- und Entwicklungsprozesse einbeziehen und Beteiligungsformate schaffen, die ernst gemeint, transparent und wirkungsvoll sind.
Ganzheitliche Konversion der ehemaligen Leopoldkaserne
Die ehemalige Leopoldkaserne bietet eine große Chance für die Stadtentwicklung. Wir verfolgen eine ganzheitliche Konversionsstrategie, die Kultur, Start-ups, Handel, Bildung und Wohnen miteinander verbindet. Dabei setzen wir auf einen schrittweisen Ansatz: testen, wachsen lassen und erfolgreiche Nutzungen verstetigen, statt frühzeitig alles festzuschreiben.
Stadtteile stärken – kurze Wege ermöglichen
Eine lebenswerte Stadt besteht aus starken Stadtteilen. Wir wollen Nahversorgung sichern, Stadtteiltreffs fördern und flexible Nutzungen ermöglichen. Kleine, unbürokratische Lösungen sollen dazu beitragen, kurze Wege und lebendige Quartiere für alle Generationen zu schaffen.
Zwischennutzungen erleichtern
Leerstände sollen schneller und unkomplizierter genutzt werden können. Wir setzen uns dafür ein, Zwischennutzungen rechtlich und organisatorisch zu vereinfachen und bürokratische Hürden abzubauen.
Geringe Auflagen für experimentelle Nutzungen
Nicht-kommerzielle oder experimentelle Nutzungen sollen mit möglichst geringen Auflagen möglich sein. Kreative Ideen, soziale Projekte und neue Nutzungskonzepte brauchen Freiräume, um sich entwickeln zu können.
Aufenthaltsqualität und öffentlicher Raum verbessern
Öffentliche Plätze, Parks und Wege prägen das Stadtbild und die Lebensqualität. Wir wollen sie so gestalten, dass sie zum Verweilen einladen und von allen Generationen genutzt werden können. Bestehende Orte, wie etwa der Maltesergarten, sollen als attraktiver Aufenthaltsraum weiterentwickelt werden. Dabei ist uns wichtig, dass die Planung die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt und nicht nur die Interessen einzelner Gruppen. So schaffen wir Orte, die das Miteinander stärken, die Stadt erlebbar machen und echte Lebensqualität bieten.
Private Initiative vor städtischem Dirigismus
Stadtentwicklung gelingt am besten, wenn private Initiative, bürgerschaftliches Engagement und Genossenschaften im Mittelpunkt stehen. Die Stadt soll Rahmenbedingungen schaffen, moderieren und bürokratische Hürden abbauen, statt fertige Lösungen vorzugeben. Konkret bedeutet das: rechtliche und organisatorische Unterstützung für Zwischennutzungen, erleichterte Genehmigungen für nicht-kommerzielle Projekte, Förderprogramme für lokale Initiativen und die Möglichkeit, eigene Ideen in Quartieren testweise umzusetzen, bevor sie dauerhaft etabliert werden. So können kreative, flexible und generationengerechte Lösungen entstehen, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger wirklich entsprechen.
Stadtentwicklung generationengerecht denken
Stadtentwicklung muss den Bedürfnissen aller Generationen gerecht werden. Unser Ziel ist eine Stadt, in der junge Menschen, Familien und ältere Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen gute Lebensbedingungen vorfinden – heute und in Zukunft.
Innenstadt beleben
Wir wollen die Amberger Innenstadt als lebendigen Wirtschafts- und Begegnungsraum stärken. Pop-up-Stores, Zwischennutzungen und gezielte, wiederkehrende Veranstaltungen (z.B. monatlich wiederkehrende Veranstaltung in Einbezug von Gastronomie, Einzelhandel und Kultur), After-Work-Shopping oder saisonale Märkte sollen dauerhaft Gründe schaffen, die Innenstadt regelmäßig zu besuchen – nicht nur zu einzelnen Anlässen. Grundlage dafür ist eine integrierte Innenstadtstrategie, die Handel, Gastronomie, Kultur und Veranstaltungen sinnvoll miteinander verknüpft.
Digitalisierung als Standortfaktor für die Wirtschaft
Digitale Prozesse sind ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Wir wollen Digitalisierung gezielt als Standortfaktor nutzen: durch schnellere digitale Genehmigungen, offene Daten, bessere Vernetzung und praxisnahe Smart-City-Ansätze. Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein, sondern muss den Unternehmen konkret nutzen.
Flexibilität und Kooperation statt Planungslast
Wir setzen auf Eigenverantwortung und unternehmerische Freiheit. Die Stadt soll Rahmenbedingungen schaffen und Kooperationen ermöglichen, statt Unternehmen durch übermäßige Vorgaben zu steuern. Amberg soll Ermöglicher sein – nicht Dirigent.
Amberg als eigenständigen Standort stärken
Amberg soll nicht nur „nah dran“ an Metropolregionen sein, sondern ein eigenständiges Profil entwickeln. Unser Ziel ist der Wandel von der Pendlerstadt hin zu einer Stadt, in der Menschen bewusst leben und arbeiten wollen – mit guter Anbindung und eigener Attraktivität.
Bürokratie abbauen und Genehmigungen beschleunigen
Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen Planungssicherheit und Tempo. Wir setzen uns für den konsequenten Abbau unnötiger Bürokratie sowie für schnellere, transparente Genehmigungsverfahren ein. Wirtschaftliche Initiative darf nicht an langen Bearbeitungszeiten scheitern.
Regelmäßiger Wirtschaftsdialog
Ein kontinuierlicher, strukturierter Austausch mit der Wirtschaft ist für uns zentral. Regelmäßige Wirtschaftsdialoge sollen konkrete Ergebnisse liefern und sicherstellen, dass Entscheidungen praxisnah und bedarfsgerecht getroffen werden.
Interkommunale Gewerbegebiete als Chance begreifen
Interkommunale Gewerbegebiete bieten die Möglichkeit, Ressourcen zu bündeln und Aufgaben sinnvoll zu verteilen. Wir sehen in der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen eine Chance für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.
Mittelstand stärken
Der Mittelstand ist das Rückgrat der Amberger Wirtschaft. Wir betrachten ihn als wichtigen Indikator für den Erfolg unserer Stadt und setzen uns daher für verlässliche, faire und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen ein, die Investitionen, Innovation und Beschäftigung ermöglichen.
Unternehmensgründungen gezielt unterstützen
Gründerinnen und Gründer sollen in Amberg gute Startbedingungen vorfinden. Wir setzen auf Netzwerke, Beratung und eine aktive Wirtschaftsförderung, die Unternehmergeist unterstützt und Innovation ermöglicht.
Fachkräfte halten und anziehen
Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für die regionale Wirtschaft. Amberg muss attraktiv bleiben – für Beschäftigte ebenso wie für ihre Familien. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen, bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Mobilität und ein attraktives Umfeld.
Fachkräfte gewinnen – gemeinsam vor Ort
Um Fachkräfte langfristig zu sichern, setzen wir auf gemeinsame Kampagnen von Stadt, Wirtschaftsförderung und Kammern zur Stärkung der Region Amberg. Die Präsenz regionaler Unternehmen an Schulen soll ausgebaut und die Vernetzung zwischen Betrieben, Schulen und Ausbildungsstätten intensiviert werden.
Regionale Lebensqualität sichtbar machen
Standortmarketing darf sich nicht allein auf Arbeitsplätze beschränken. Wir wollen Amberg als Lebensstadt positionieren, in der Arbeit, Kultur, Freizeit, Mobilität und Wohnen zusammengehören. Gerade für junge Fachkräfte und Familien ist Lebensqualität ein entscheidender Standortfaktor.
Gewerbeflächen effizient nutzen
Neue Flächen sollen sparsam ausgewiesen werden. Vorrang haben die effiziente Nutzung bestehender Gewerbeflächen, Nachverdichtung und intelligente Flächenkonzepte, um wirtschaftliches Wachstum und Flächenschutz miteinander zu verbinden.
Hochschulstandort besser vernetzen
Die OTH Amberg-Weiden ist ein zentraler Standortfaktor. Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft weiter stärken – etwa durch gemeinsame Forschungsprojekte, Praxissemester und gezielte Berufseinstiegspartnerschaften. Programme wie MINTeGreat sollen internationale Studierende gewinnen und langfristig in der Region halten. Plattformen wie Amberg24 können dabei unterstützen.
Eine moderne Stadtverwaltung unterstützt Bürger und Unternehmen effizient und verständlich.
Ein Ansprechpartner pro Anliegen
Jeder Antrag oder jedes Anliegen soll nach Möglichkeit einen klaren Ansprechpartner haben, um Reibungsverluste zu vermeiden.
Digitale Anträge mit Statusverfolgung
Bürgerinnen und Bürger können Anträge online einreichen und den Bearbeitungsstatus jederzeit verfolgen.
Klare Abläufe und verständliche Kommunikation
Verwaltungsprozesse werden logisch strukturiert, Entscheidungen nachvollziehbar kommuniziert und bürokratische Hürden abgebaut.
Servicequalität messen und verbessern
Die Zufriedenheit der Bürger wird regelmäßig evaluiert, um die Dienstleistungen kontinuierlich zu optimieren.
Sicherheit ist ein zentraler Bestandteil der Lebensqualität. Wir setzen auf präventive Maßnahmen, moderne Technologien und die Stärkung kommunaler Ordnungspartner, um ein Gefühl von Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.
Sicherheit als Lebensqualität
Sicherheitsmaßnahmen sind für uns nicht Selbstzweck, sondern ein Mittel, um die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen. Sicherheit soll spürbar und verlässlich sein.
Langfristige Prävention statt kurzfristiger Aktionismus
Wir fördern nachhaltige Sicherheitskonzepte, die Gefahren frühzeitig begegnen, anstatt nur punktuell zu reagieren. Prävention muss planbar und effektiv sein.
Smart Street Lighting
Intelligente LED-Straßenbeleuchtung an Angsträumen, Parks und Nebenwegen erhöht das Sicherheitsgefühl. Bewegungsabhängige Sensoren und adaptive Lichtsteuerung schaffen Sicherheit, ohne unnötige Betriebskosten zu verursachen.
Stärkung kommunaler Ordnungspartner
Ordnungsamt, Streetwork und Polizei sollen besser koordiniert werden, z. B. durch gemeinsame Streifen und klar definierte Zuständigkeitsbereiche. Höhere Präsenz in problematischen Bereichen steigert das subjektive Sicherheitsgefühl. Die Schaffung einer festen Streetworkerstelle soll geprüft werden.
Bürgerbefragungen und Datenanalysen
Regelmäßige Befragungen zum Sicherheitsgefühl sollen Maßnahmen steuern. So werden Entscheidungen evidenzbasiert getroffen und nicht allein auf Fallzahlen begründet.
Meldesystem für Angstzonen in der Amberg-App
Bürgerinnen und Bürger sollen direkt Orte melden können, an denen sie sich unsicher fühlen. Dies schafft Transparenz, Beteiligung und gezielte Verbesserungen. Die gemeldeten Stellen sollen als Impuls zum Handeln für Stadt und Ordnungspartner gelten.