Ein starkes Signal für Toleranz, Erinnerungskultur und lebendige Vielfalt in unserer Stadt: Der Amberger Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung unserem Antrag zur Schaffung eines ehrenamtlichen Beauftragten für jüdisches Leben in der Amberger Stadtgesellschaft zugestimmt – und das mit einer überwältigenden, breiten Mehrheit!
Im Juni hatten wir den Antrag eingebracht, nun ist es offiziell: Amberg bekommt eine feste, demokratisch legitimierte Ansprechperson, die als Brückenbauer zwischen der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), der Stadtverwaltung, dem Stadtrat und allen Ambergerinnen und Ambergern wirkt.
Ein Zeichen gegen das Vergessen und für die Zukunft
„Jüdisches Leben ist ein fester und bereichernder Teil der Geschichte und Gegenwart unserer Heimatstadt. Dass unser Antrag mit so großer Zustimmung angenommen wurde, zeigt, dass der Stadtrat geschlossen hinter diesem wichtigen Vorhaben steht“, freut sich FDP-Stadtrat Wolfgang Hottner, der die Initiative ins Leben gerufen hatte.
Schon im Vorfeld hatte ein Gespräch mit Rabbiner Elias Dray gezeigt, wie herzlich und wertvoll eine solche Verzahnung von der Israelitischen Kultusgemeinde begrüßt wird. Mit dem Beschluss setzen wir gemeinsam ein klares, sichtbares Zeichen für ein weltoffenes Miteinander und gegen jede Form von Antisemitismus.
Die Aufgaben des/der neuen Beauftragten auf einen Blick:
– Vernetzung & Dialog:
Vertiefung des Austauschs zwischen der IKG, städtischen Institutionen, Schulen und lokalen Vereinen.
– Sichtbarkeit:
Förderung von Kultur- und Bildungsprojekten, die jüdisches Leben im Alltag erfahrbar machen.
– Prävention & Beratung:
Beratung des Stadtrats und Unterstützung von Initiativen zur Bekämpfung von Antisemitismus.
– Niederschwellige Ansprechbarkeit:
Offene Anlaufstelle für die Anliegen aller Bürgerinnen und Bürger.
Der nächste Schritt: Zügige Besetzung noch in diesem Jahr
Dass der Antrag wie von uns erhofft noch vor der Sommerpause verabschiedet wurde, ist ein großer Erfolg. Nun gilt es, das Auswahlverfahren zügig einzuleiten, damit das Ehrenamt noch im Laufe dieses Jahres besetzt werden kann.
Wir danken den Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat für die breite, fraktionsübergreifende Unterstützung!

